Windows Vista und AMS.4

Nachdem Windows Vista jetzt rund ein halbes Jahr auf dem Markt ist und sogar Bill Gates über die Verkaufszahlen von Windows Vista erfreut ist, lassen sich einige Erfahrungen über die Zusammenarbeit von Vista und AMS.4 berichten. Zwar arbeiten noch wenige AMS-Anwender mit Vista, aber auch wir können erfreut sein: AMS.4 läuft unter Vista. Abgesehen von zwei kleinen Problemen, die sich recht leicht umgehen lassen. Und diese Probleme sind bald auch von der Ursache her gelöst.


Zunächst aber zum Betriebssystem selber. Auf einigen PCs bei AssFiNET läuft mittlerweile Vista – teils zum Leidwesen, teils aber auch zur Freude der jeweiligen Benutzer. Positiv wird einvernehmlich berichtet, dass Vista allgemein schneller startet als die Vorversionen. Negativ ist generell die Kompatibilität mit derzeit verfügbarer Software und das Umlernen auf die neue Benutzerführung an vielen Stellen. Ingesamt habe ich den Eindruck, dass es weder entscheidende Gründe dafür gibt, auf Vista umzusteigen – und auch keine entscheidenden Gründe dagegen. Die Frage nach dem Umstieg wird sich aber in Zukunft wohl gar nicht erst stellen, denn ein neuer PC wird immer mit vorinstalliertem Windows Vista kommen. Spätestens wenn die aktuelle Computergeneration ersetzt worden ist, arbeiten wir alle also mit Vista – ob wir wollen oder nicht.

Vista-Zugriffsschutz und AMS.4

Mit diversen Anwendungen (darunter auch AMS.4) gerät Vista aber derzeit noch in Konflikte. Ursache dafür ist der Zugriffsschutz (User Access Control – UAC) ein Problem, der unter Vista den Zugriff auf bestimmte Dateien einschränkt – auch dann, wenn der Benutzer eigentlich Administratorrechte hat. So können Programme keine Dateien mehr verändern, die unterhalb des Ordners C:\Programme liegen; die bearbeiteten Fassungen werden beim Benutzer abgelegt, während die Originaldateien erhalten bleiben.

Problematisch ist das vor allem bei Online-Updates – hier sollen ja Programmdateien mit neueren Fassungen überschrieben werden. Die Update-Funktionen von AMS.4 und sehr vielen anderen Anwendungen sind davon betroffen. Der Vista-Schreibschutz schlägt aber auch dann zu, wenn zum Beispiel in AMS.4 die con:center-Einstellungen gespeichert oder über die AMS-Datenbankadministration neuen Datenbanken eingerichtet werden sollen.

Lösung hierfür: Derzeit schließt sich AssFiNET dem Rat der anderen Betroffenen an und empfiehlt, AMS einfach unter einem anderen Ordner zu installieren – nicht unter der Standardeinstellung „C:\Programme\AssFiNET\AMS“. Alternativ kann der Zugriffsschutz (UAC) in den Einstellungen des Benutzers in Vista deaktiviert werden.

Im nächsten großen Update für AMS.4 wird diese Umgehung nicht mehr nötig sein – Sie werden dann beim Einspielen eines Online-Updates aufgefordert, dem Programm die dafür nötige Berechtigung zu geben.

Darstellungsproblem unter Vista

Es kann vorkommen, dass AMS.4-Masken unter Vista so aussehen:Darstellungsproblem von AMS.4 unter Vista

Die Ursache für die fehlenden Beschriftungen liegt in einer Inkompatibilität zwischen den verwendeten Programmkomponenten und Vista. Das Problem lässt sich auf zwei Arten beheben:

  1. Das ganze System in die „klassische Ansicht“ setzen – darunter leidet aber das Aussehen aller Anwendungen, die dann mit dem Betriebssystem zusammen den Look von Windows 2000 erhalten. Gehen Sie zur Aktivierung der klassischen Ansicht in die Systemsteuerung und dort in „Anpassung -> Design“; aktivieren Sie „Windows – klassisch“:Themenauswahl in Vista
  2. Für AMS.4 separat die Einstellung „Theme Support“ deaktiveren. Markieren Sie dazu das AMS.4-Symbol im Programme-Menü oder auf dem Desktop, klicken Sie die rechte Maustaste und wählen Sie „Eigenschaften“:
    Kompatibilitätseinstellungen unter Vista
    Das Ankreuzen der Option „visuelle Designs deaktiveren“ löst das Problem.

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