Ausbildung zum Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse

assfinet bietet 2021 die Möglichkeit einer Ausbildung zum Fachinformatiker (m/w/d) für Daten- und Prozessanalyse. Das noch recht junge Berufsbild entstand im August 2020 im Rahmen einer Neuordnung der IT-Berufe. Digitale Ausbildungsberufe verändern und spezialisieren sich auf Grund neuer Anforderungen an die IT-Branche. Dabei liegt der Schwerpunkt auf datenbasierten Lösungen für digitale Produktions- und Geschäftsprozessen. assfinet möchte in diesem Artikel das Berufsbild vorstellen und Einblicke in die neue Fachrichtung ermöglichen. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, zum Stellenangebot geht es hier.

Welche Aufgaben hat ein Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse?

1. Die Analyse von Arbeits- und Geschäftsprozessen:
Wichtige Prozesse der Betriebs- und Produktionswirtschaft werden vom Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse analysiert und im Zusammenhang mit dem Unternehmen dargestellt. Zum Beispiel für Unternehmen, die etwas herstellen oder einen Onlinehandel betreiben. Dabei wählt der Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse verschiedene Werkzeuge zur Prozessoptimierung und vergleicht diese.

2. Das Analysieren von Datenquellen und die Bereitstellung von Daten:
Datenquellen werden identifiziert und geordnet, um das Arbeiten mit großen Datenmengen übersichtlicher und effizienter zu gestalten. Zur Ableitung von Maßnahmen werden Berechtigungen zur Nutzung und Verknüpfung von Daten überprüft. Der Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse stellt technische Voraussetzungen zur Übernahme von Daten her.

3. Nutzung der Daten zur Optimierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen und digitaler Geschäftsmodelle:
Daten müssen auf Qualität, Plausibilität, Quantität, Redundanz, Vollständigkeit und Validität geprüft werden. Sollte es dabei zu Abweichungen zu den erwarteten Ergebnissen kommen schlagen die Fachinformatiker Maßnahmen zur Verbesserung der Datenqualität vor. Eine weitere Aufgabe ist Daten für alle Mitarbeiter gut zugänglich zu machen. Dies erleichtert das Finden und Wiederverwenden von Daten. Neben Programmiersprachen und spezifischen Werkzeugen werden analytische, statistische und mathematische Verfahren und Modelle angewendet.

4. Umsetzung des Datenschutzes und der Datensicherheit:
Die Kooperation mit Einrichtungen für Datenschutz und den zuständigen Personen ist ein weiterer Teil der Arbeit. Bei allen digitalen Prozessen, insbesondere wenn mehrere Personen und Unternehmen daran beteiligt sind gilt: Sämtliche Prozesse müssen dem Datenschutz entsprechen, so dass sensible Daten, wie Passwörter oder Informationen zu Personen, unter keinen Umständen missbraucht werden können. Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse erstellen Konzepte für Nutzer, Zugriffsrechte, Datenhaltung und Datensicherungskonzepte. Dazu kommen Bereiche wie Datensparsamkeit, Datensorgfalt und Datenverschlüsselung.

 Alle Aufgaben auf einen Blick

  • Die genaue Analyse von Betriebs- und Produktionswirtschafts-Prozessen
  • Die richtige Wahl der Werkzeuge zur Prozessoptimierung
  • Datenquellen-Identifizierung und Klassifizierung
  • Datenprüfung und Bereitstellung
  • Verbesserung der Datenqualität
  • Verwenden von analytischen, statistischen und mathematischen Verfahren und Modellen
  • Anwendung von Programmiersprachen
  • Zusammenarbeit mit Institutionen für Datenschutz und deren Beauftragten
  • Konzeption von Nutzer- und Zugriffsrechten sowie Datenhaltung- und Datensicherung

Wieso entstand die neue Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse?

Immer komplexere und umfangreichere Sammlungen von Daten benötigen eine sorgfältige Pflege. Fachinformatiker aus den bisherigen Fachrichtungen Anwendungsentwicklung und Systemintegration können das stetig wachsende Feld der Daten und Prozesse nicht vollständig, neben ihren eigentlichen Aufgaben, betreuen. Hier schließt die neue Fachrichtung eine Lücke. Das Analysieren und Optimieren von wichtigen Prozessen und Daten wird somit von Fachkräften durchgeführt. Dies ermöglicht Unternehmen neuen technischen Anforderungen gerecht zu werden.

Warum sollte man die Ausbildung zum Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse wählen?

Immer weiter wachsende Herausforderungen der Digitalisierung verlangen nach entsprechenden IT-Fachkräften. Diese sind für Unternehmen von großer Wichtigkeit, dementsprechend ist der Beruf des Fachinformatikers für Daten- und Prozessanalyse auch in Zukunft relevant. Es werden immer mehr Daten erzeugt, dies untermauert die Notwendigkeit des Berufs im zukünftigen Arbeitsmarkt.

In welchen Branchen kann ich als Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse arbeiten?

Denkbar viele Branchen ergeben sich als Arbeitgeber, da IT-Mitarbeiter sich als festen Bestandteil bei vielen Unternehmen etabliert haben. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von IT- und Kommunikationstechnik, dem öffentlichen Dienst, verarbeitenden Gewerbe bis hin zu sonstigen Dienstleistungen. In Frage kommen beispielsweise Onlinehändler, Unternehmen in der Energiewirtschaft oder auch IT-Servicedienstleister wie wir in der Finanz- und Versicherungsbranche. Der Arbeitsplatz gestaltet sich in der Form von Bürotätigkeiten im Unternehmen, mobilem Arbeiten oder auch vor Ort bei Terminen mit Kunden oder anderen Unternehmen.

Mögliche Einsatzorte auf einen Blick

  • Büro
  • Mobiles Arbeiten
  • Bei Kunden oder anderen Unternehmen vor Ort

Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen, um Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse zu werden?

Technikaffinität: Ein geschickter Umgang mit Computern, Elektronik und Technik ist von Vorteil. Hierbei steht neben der Software auch die Hardware im Vordergrund.

Zahlenorientiert: Zahlen sind Ihre Welt und Sie sind sehr gut in Mathematik. Viele Aufgaben erfordern mathematisches und statistisches Wissen.

Analytisches Denken: Sie sind wissensdurstig, arbeiten strukturiert, organisieren gerne und sind ein Kopfmensch. Neue und innovative Lösungswege erfordern analytische Eigenschaften.

Teamplayer: Sie arbeiten gerne mit einem Team zusammen und besitzen einen ausgeprägten Sinn für Gemeinschaft. Ihre offene und kommunikative Art begünstigt die Zusammenarbeit mit Kollegen und anderen Unternehmen.

Welche Arbeitszeiten gelten für Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse?

In der Regel arbeiten Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse 40 Stunden pro Woche.

Wie verläuft die Ausbildung als Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse?

Die duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse dauert drei Jahre. Dabei findet die Berufsausbildung sowohl im Unternehmen als auch in der Berufsschule statt. Entweder handelt es sich dabei um mehrere Wochen Blockunterricht oder um einige festgelegte Tagen unter der Woche. Dazu zählen die Vermittlung von theoretischen und praktischen Fähigkeiten sowie berufsübergreifende Qualifikationen. In der Regel sind dies Fremdsprachen, Programmieren und Projektplanung. Das Grundwissen ist in allen Informatiker-Fachrichtungen gleich und wird im Laufe der Zeit durch spezielle Fachkenntnisse der Daten- und Prozessanalyse sowie betriebliche Projektarbeit ergänzt.

Was lernt ein Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse in der Berufsschule?

Die Berufsschule vermittelt theoretische Kenntnisse und Fähigkeiten. Themen wie Arbeits- und Tarifrecht, Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz und vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien gehören dazu. IT-Sicherheit und Datenschutz sind ebenfalls Bestandteile des Unterrichts. Dazu kommen allgemeinbildende Fächer wie Englisch, Mathematik und Politik.

Was lernt ein Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse in der Praxis?

Das Unternehmen vermittelt den Auszubildenden die berufliche Praxis. Neben Grundlagen werden auch berufsspezifische Aufgaben gelehrt. Zu diesen gehören unter anderem die Analyse kundenspezifischer Anforderungen, Projektplanung sowie die Organisation von betrieblichen Prozessen, die Identifizierung und Klassifizierung von Daten unter Nutzung mathematischer Vorhersagemodelle und statistischer Verfahren, die Sicherung der Datenqualität und des Datenschutzes, das Aufbereiten von Analyseergebnissen und Optimierungsmöglichkeiten sowie die Planung von Maßnahmen zur Prozessoptimierung und Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitskontrolle.

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